kurz aber intensiv...

Fahne
 
Seit ein paar Wochen ist sie bereits wieder passé, die Fasnacht 2016. Wie wohl für alle Fasnächtler, war diese Saison auch für uns ein bisschen zu kurz.
Nachdem es uns bereit am ersten Fasnachtswochenende „verschiffet“ hat (siehe Bericht vom Januar), freuten wir uns auf einen Abend in den Bergen, wir durften am Jubiläum der Guggemusig Burgfätzer in Malix spielen. Unser Carfahrer Carlo fuhr uns wie immer in einer Seelenruhe Richtung Kanton Graubünden. Leider war es nicht möglich, uns bis vor die Halle zu chauffieren, da durften wir noch einen kleinen Berganstieg zu Fuss bewältigen. Nach dem wir wieder genug Luft bekamen, erfuhren wir, dass jemand von uns an einem Spiel teilnehmen durfte um die Auftrittszeit auszumachen. Juhee, die Freude war bei allen zu spüren. (Achtung ironie)
In den sauren Apfel durfte unser Neumitglied Päsce beissen. Das Spiel bestand daraus einen Becher Bier so schnell als möglich zu kippen.

Mit einem Grinsen auf dem Gesicht machte er sich bereit und legte los. Aber Sekunden später wurde er auch wieder gebremst, klassischer Fehlstart! Sein Becher wurde wieder nachgefüllt und beim zweiten Mal war Päsce auf Kommando bereit.  Kaum angesetzt war sein Bier bereits leer – Sieg! Ganz nach dem Motto, er kam, trank und siegte! Aufgrund dessen durften wir als Erstes die Spielzeit bestimmen, was für ein gutes Gefühl! Der Auftritt hat uns dann auch grossen Spass gemacht. Es war ein gelungener Abend und nach einer langen Rückreise (Schnee, Schnee, Schnee..) waren wir glücklich wieder in der warmen Stube respektive im Bett. 

Viel Schlaf gab es jedoch nicht, am Sonntag waren wir am traditionellen Umzug in Uznach. Das Schneegestöber verdarb uns die Stimmung natürlich nicht, ist dieser Umzug doch immer sehr angenehm und hat viele Zuschauer. Nach dem Umzug und ein paar Auftritten „uf de Gass“ war der Sonntag auch schon wieder vorbei und wir verzogen uns nach Hause.
Auf das darauf folgende Wochenende freuten wir uns schon seit längerem, Rust war das Ziel. Ja genau, DAS Rust, beim Europapark. Leider wussten wir schon vorher, dass der Park geschlossen hatte, aber das Europapark Gefühl erreichte uns doch ein bisschen beim Anblick der Bahnen und natürlich beim Übernachten in einem der Parkhotels. Nach kurzer Aufruhr bei der Zimmerverteilung hatte dann auch jeder sein Bett  oder sein Schiff (es hatte Betten, die aussahen wie kleine Schiffe) gefunden.
Vor dem Nachtessen hatten wir noch gemütlich Zeit uns einzurichten oder uns einen Apero an der Hotelbar zu genehmigen. Leider ging das Zeitmanagement der Organisatoren mit Essen (Restaurant machte zu spät auf) und Umzugsstart nicht ganz auf und so mussten wir an den Umzug rennen. Da wir eher Party- und keine Rennbeine haben, ging der Plan nicht auf und wir „fädelten“ dann einfach bei einer Nummer ein. Die Umzugsroute war grundsätzlich sehr angenehm, jedoch fehlte es ein bisschen an Zuschauern und wir waren auch eher zu fest aufs Luft holen fokussiert.
Nach dem Umzug standen theoretisch ein paar Auftritte auf dem Festgelände an, jedoch konnten wir aufgrund der Organisation nur einen absolvieren.
Das Gelände war sehr gross und bot viele verschiedene Zelte mit unterschiedlicher Musik. Leider glich das Ganze eher einem Bar-Fest als einer Fasnachts-Party. So gingen die Guggenmusiken ziemlich unter und das Publikum wartete lieber bis der DJ wieder Musik machte, als uns Guggern anzufeuern. Wir liessen uns die Stimmung jedoch nicht verderben und hatten viel Spass. Der Rückweg zum Hotel nahmen alle ein bisschen anders in Angriff. Das heisst, praktisch alle liefen mit ihren Instrumenten zurück und der Weg war ziemlich weit (Gerüchte zu folge hätte es einen Shuttle-Bus gehabt, den jedoch niemand antraf). Zwei von uns machten es jedoch ziemlich schlau und liessen sich vom Car der zweiten schweizer Gugge Heim chauffieren. =) Die Hotelbar war in dieser Nacht dann auch fest in Trubadix Hand, man musste uns schon fast mit Sicherheitsleuten heraus begeiten. Nach einer kurzen Nacht auf zum Teil harten Matratzen, stand am Sonntag nochmals ein Umzug an, den wir dann auch pünktlich antraten. Wie immer war die Fahrt nach Hause eher ruhig und mit wenigen Pausen bestückt.
Natürlich ging es Schlag auf Schlag und wir waren am Wochenende darauf wieder voll fit für die Fasnacht. Auf dem Programm stand ein Auftritt am Ü30 Ball im Hirzel und am Guggerball in Langnau am Albis. Trotz fehlendem Spielleiter (Waldi musste krankheitshalber passen) waren diese Auftritte gut und machten Spass. Vorallem am Auftritt in Langnau waren wir sehr dezimiert, jedoch gaben die Anwesenden alles und somit konnten wir die Nacht müde aber glücklich abschliessen.
Am Samstag wurden wir dann wieder einmal mehr verregnet und das ausgerechnet am Bezirksumzug. Dieser fand aufgrund des Jubiläums der Wyler Häxe in Wilen statt und das hiess „mir gönd steil“! Nicht nur was Partymachen anging, sondern auch betreffend Umzugsroute. Wer die Strasse kennt, weiss, dass es nur ein Durchkommen gibt; einmal Bergauf. Zum Glück war das Tempo des Umzuges nicht so hoch wie in Rust und somit war alles halb so schlimm wie befürchtet. Leider war unser Auftritt dann sehr früh und wir spielten, als der Umzug noch im Gange war. Für die Einen hiess es danach ab nach Hause und für so manche war das dann der Start einer langen und feucht fröhlichen Nacht. Zum Glück für diese Festbrüder & Schwestern durften wir am Sonntag ausschlafen und das schlechte Wetter von zu Hause aus geniessen.
Bereits war dann am Freitag darauf das erste Schnitzelbankfest in Wädenswil. Natürlich freuten wir uns darauf, jedoch wurde uns dadurch auch bewusst, dass der ganze Spass bald ein Ende haben wird. Aber diesen Gedanken verdrängten wir schnell und genossen die erste Fasnachtsnacht in Wädi.
Wie immer am letzten Wochenende vor der Heimfasnacht verabschiedeten wir uns von der näheren Umgebung und reisten am Samstag nach Plaffeien. Carlo stellte an diesem Nachmittag wohl einen Reiserekord auf, so schnell fuhren wir Richtung Kanton Fribourg (er hielt sich natürlich immer an die Verkehrsregeln). Den Grund für die Verspätung möchten wir hier nicht nennen, wir sind ja keine „Rätschtanten“. =) Vorteil der Fahrt; wir durften im Car ausnahmsweise das WC benutzen, Nachteil; die Raucher unter uns wurden schon fast zu Nichtrauchern. So wenige Stopps haben wir wohl selten gemacht. =)
Aber wie Carlos ist, hat er uns natürlich sicher zu der Unterkunft gefahren. Aufgrund der Verspätung ging dann auch alles ziemlich zackig; Matratzen aufpumpen, einnisten, schminken und los ans Nachtessen. Danach konnten wir gut gestärkt auf unsere Auftritts-Tour gehen. Diese war sehr gut organisiert und das Publikum und wir hatten sehr viel Spass dabei. Der Abschlussauftritt fand um Mitternacht in einem Festzelt statt und so kam Conny in den Genuss, ein Geburtstagsständli von hunderten von Leuten zu bekommen. Wie immer nach getaner Arbeit freuten wir uns aufs Bier an der Bar, in der Turnhalle oder in einem Restaurant. So waren  am Sonntagmorgen  die Augen der einen Mitglieder etwas kleiner als die der Anderen. Nach einem feinen Frühstücksbuffet ging es wieder ab in den Regen. Ein kleiner Umzug und noch ein paar Auftritte standen an. Darunter auch ein Monsterkonzert mit allen Guggen die da waren. Sind die Meisten von uns nicht gerade Fans dieser Konzerte, muss man sagen, dass dies wirklich gut organisiert war und auch ziemlich gut geklungen hat. Ausnahmsweise endete unser Auswärtsweekend mal bereits am Sonntagabend und so machten wir uns zufrieden auf den Rückweg an den  Zürisee.
Während der Woche hiess es dann Kräfte sparen und ja nicht krank werden, unsere Heimfasnacht stand vor der Türe!
Wie immer begann dieses am Freitag mit der Reprise des Schnitzelbankfestes und einer langen Nacht Partynacht in Downtown Wädi. Am Samstagnachittag fand unser traditionelles Türgass Guggekonzert statt und auch Petrus meinte es gut mit uns, er wartete mit dem Regen bis fast am Schluss. Das Publikum konnte einen schönen Nachmittag mit 12 Guggemusiken geniessen.
Dieses Jahr stand wieder ein Nachtumzug an und so ging es für uns dann direkt zur (für uns ungewöhnlichen) Startnummer eins. Danach mussten wir hören, dass wir zu schnell liefen, was für uns eher unverständlich ist, ist doch Waldi bekannt dafür, dass er nicht zu schnell läuft.. =)
Nach dem Auftritt in der Turnhalle verzogen wir uns dann grösstenteils an die „Partymeile“, die es aufgrund der Strassensperre an der Zugerstrasse ergab. Dies war einfach nur toll, man konnte feiern ohne das man Angst haben musste von einem Auto angefahren zu werden.
Wie immer an der Wädi-Fasnacht wurden die Augen von Tag zu Tag kleiner und wir waren froh, dass Fasnacht nur mit Schminke geht! Wir absolvierten den Sonntagsumzug und diverse Auftritte im Dorf (Entschuldigung, in der Stadt). Zum Nachtessen verzogen wir uns ins Schützi in der Au, jedoch natürlich nicht ohne unsere Instrumente. Wir spielten ein Ständchen dort und wurden mit feinen Shots belohnt. Da man uns in Downtown schon fast vermisste, reisten wir dann zeitig mit dem Bus wieder Richtung Partymeile und spielten als gäbe es keinen Morgen. Streng war es, jedoch machte es unglaublich viel Spass!
Leider kam der Montag wie immer viel zu schnell und so bestritten wir bereits unseren letzten Umzug der Saison. Trotz des Wetters kamen wiederum viele Leute um uns zu hören und uns anzufeuern. Da dies der Tag für die Kinder war, sah man viele lachende Kindergesichter die uns die Kraft für die letzten paar Stunden gaben. Ebenfalls jedes Jahr immer wieder schön ist der Auftritt in den jeweiligen Altersheimen. Wir spielten in diesem Jahr im Altersheim Fuhr und wurden wiederum mit Würsten und Flüssigem zum Zvieri belohnt. Jedoch hiess es, den Hunger einteilen, stand doch das Nachtessen im Gambrinus noch an.
Nach diesen feinen Stärkungen begaben wir uns ein letztes Mal ins Dorf und absolvierten die letzten Auftritte der Saison. Das Abschlusskonzert auf der Treppe beim Konfetti war dann wiederum sehr toll und für die vielen Zuschauer zu spielen machte nochmals grosse Freude.
Ja das wars dann auch schon. Die letzte Nacht genossen alle unterschiedlich, jedoch gingen wohl alle mit einem Lachen auf dem Gesicht ins Bett.

Wie der Titel es schon sagte, die Fasnacht 2016 war kurz aber intensiv. Wir hatten viel Spass, trafen super Leute, hatten tolles Publikum - es machte uns einfach wieder grosse Freude an der Fasnacht zu sein und Musik zu machen! Und wie man so schön sagt, nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht.
Wir freuen uns schon wahnsinnig auf die Saison 2017 und würden uns freuen euch alle wieder zu sehen. Falls ihr von uns noch nicht genug habt und auch gerne Musik machen möchtet, meldet euch einfach bei uns, wir freuen uns immer über neue Gesichter. Ob gelerntes Instrument oder nicht, „gib der en Ruck!“ =)
Herzlichen Dank an alle die dabei waren, uns angefeuert haben, mit uns gefestet haben oder uns geholfen und unterstützt haben! Es hät gfägt und ich bin stolz, Präsidentin eines so tollen Vereins zu sein! Danke an alle!
Alles Liebi euri Trubis (Presine)


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