3, 2, 1 Loos gahts!

Am 6. Januar 2015 war es endlich so weit, wir durften los legen. Wir starteten in Wollerau mit der Begrüssung des Narrenfahrt-Zuges am Bahnhof. Natürlich begleiteten wir die Fasnächtler musikalisch aufs Festgelände und mischten uns danach unter die  Leute. Stolz präsentierten wir unser neues Gwändli, welches wir „Tribal-Zebra“ nennen. Nachdem wir uns mit Essen und Trinken gestärkt hatten, bereiteten wir uns auf den Auftritt im Zelt vor. Die Nervosität war, wie immer vor dem ersten Auftritt, gross und jeder ging im Kopf nochmals die Noten und Schläge durch. Zum Glück war alles unbegründet und wir konnten einen guten Auftritt mitsamt neuen Liedern präsentieren. Das Publikum feierte mit und wir waren froh, dass alles geglückt ist. Ganz locker konnten wir so den Abend noch gemütlich ausklingen lassen.

Am darauf folgenden Samstag machten wir uns auf den Weg ins luzernische Neudorf an eine Party die vielversprechend klang. Viele verschiedene Bars und hoffentlich feiernde Fasnächtler.
Da das (bei Guggen eher unbeliebte) Monsterkonzert bereits um 20.00 Uhr begann, spielten wir da mehrheitlich für die anderen Guggen.

Immerhin war es ein geordnetes Monsterkonzert, so konnte jede Gruppe nacheinander ein Lied spielen. Danach nutzten wir die Gelegenheit um das Gelände auszukundschaften. Die Stimmung war um 21.00 Uhr in der Kafistube bereits sehr gut und wir freuten uns auf den Auftritt. Jedoch konnten wir uns noch nicht genau vorstellen wie wir alle dort hinein passten, da die Bühne eher für eine Zwei-Mann-Band, denn für eine fast 40 Personen Gugge konzipiert war. Wir hatten es dann aber geschafft alle irgendwie rein zu bekommen, auch wenn unsere zwei Sousaphon hinter der Bühne, so quasi in der Versenkung, verschwanden :) Waldi zirkelte sich auf einer Bank herum und wir alle hatten es kuschelig eng. Augen zu und durch, das Publikum war gut drauf und da funktionierte bei uns auch fast alles. Auch wenn uns der Schweiss in’s „Kässeli“ runter lief, wir hatten Spass und rissen die Leute mit. So konnten wir danach in Ruhe einen „Lüde“ (Kafi-Lutz) oder einen „Vöde“ (Vodka) geniessen (selbstverständlich kommen gab es auch Mineral).

Nach einem ruhigen Start in die Saison folgte am Wochenende vom 17./18. Januar die Reise nach St.German, ins Wallis. Und bekannter weise sind diese ja kein Volk der Traurigkeit :)
Kurz nach Abfahrt in Wädi zischten auch schon die ersten Flaschen – wir wollten uns ja ein bisschen einwärmen für unseren Besuch. Carlo, unser „grande Busfahrer“ , fuhr uns wie immer souverän an unser Ziel. Auch war er natürlich die Ruhe selbst, als der Weg nach oben sehr eng und kurvig war – nicht umsonst hat er den Übernamen „Carlo-ich-chere-ufere-Briefmarke-Marty“. :)
Nach Begutachtung der Unterkunft, es war eine herzige, kleine Turnhalle, wollten wir natürlich schauen was das Festgelände zu bieten hatte. Hier entdeckten wir kleine „kulinarische“ Unterschiede; während wir Zürcher gerne Ice-Tea ins Getränk schütten, kennen dies die Walliser nicht, jedoch nimmt diesen Platz das Rivella ein. Natürlich waren wir gute Gäste und testeten es aus. Die Meinungen gingen da auseinander.. :)
Essenstechnisch brutzelte Uli die weltbesten Pommes und wenn man den Gerüchten glauben kann, ist er auch Weltbester Cervelat-Brutzler! Leider wurden keine Cervelats angeboten, jedoch werden wir die Einladung für den Sommer gerne annehmen (diese Einladung galt schon für die ganze Gugge oder Uli?) :)
Wir hatten ein super Fest mit den Einheimischen, mit den anderen Gastguggen und natürlich auch untereinander. Da unser Auftritt erst um 00:30 Uhr war hatten wir genügend Zeit, das Fest  und die Gastfreundschaft der Walliser zu geniessen.
So viel Zeit ist meistens eher gefährlich für uns und so kam es, dass wir zwar einen soliden, aber nicht grandiosen Auftritt hinlegten.  Unsere Präsidentin durfte dann noch ein Shot-Plättli und eine Portion Uli-Pommes in Empfang nehmen (von beidem hat sie nie etwas bekommen, hmm :) ) und als Dank durfte Carole, ihrerseits Präsidentin der Porretschchnätschär, unseren Haufen dirigieren. Natürlich machte sie das bravourös, Danke Carole!
Danach gönnten sich die Einen ihren verdienten Schlaf, während die Anderen einen „Schlummi“ zu sich nahmen oder einfach noch ein bisschen „Seich“ in der Unterkunft machten :)
Nach einer kurzen Nacht ging es schon früh wieder los bei den Trubis, lachen, schwatzen, duschen und  sich über den Kaffee freuen den unsere Walliser-Freunde zubereiteten.  Sie boten uns ein Frühstück (schon fast ans Bett) das sich sehen liess. Sandwich, Saft, Kaffe, Nutella und Bier! :) Aber das war dann sogar für unsere Leute ein bisschen zu früh! :) Natascha und Tina bekamen sogar von ihrem Buschauffeur (sie sind am Samstagabend mit dem Zug/Bus nachgereist) persönlich Gipfeli gebracht. Unglaublich nett diese Walliser!
Dieses wollten wir natürlich belohnen und spielten vor Abfahrt noch ein paar Lieder. Sebi von den Porretschchnätschär durfte uns auch noch dirigieren und wenn Mamma-Sebi sich nicht gewehrt hätte, hätten wir ihn wohl direkt mitgenommen :)
Gerne wären wir noch länger im sonnigen St.German geblieben, wir wurden verwöhnt und hatten eine super Party! Jedoch mussten wir uns auf den Heimweg machen und fuhren zurück in den Nebel.
Herzlichen Dank an die Porretschchnätschär für dieses tolle Wochenende und wir hoffen, euch nächstes Jahr zu unserem Jubiläum begrüssen zu können.
http://porretsch.ch/Porretschblog/

Weiter geht es mit Fasnacht mit einem erneuten Jubiball; am Samstag sind wir zum 35-Jährigen der Guggemusig Art-Rose in Thalwil eingeladen. Wir freuen uns darauf und hoffen, viele bekannte Gesichter zu sehen.

Bis dahin, herzlichst, Eure Trubis


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